Zuckeralternative

Wir Deutschen kommen im Jahr auf einen Zuckerkonsum von mehr als 35kg pro Person. Dabei brauchen wir Haushaltszucker und andere Süßungsmittel wie Honig nicht, um unseren Energiehaushalt zu decken. Wir können unseren Energiebedarf ganz einfach über Kohlenhydrate decken wie sie in Getreide, also auch Brot oder Nudeln vorkommen. Darüber hinaus belastet ein häufiger Zuckerkonsum die Bauchspeicheldrüse stark, da sie vermehrt Insulin ausschütten muss, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Auf die Dauer kann das zu Diabetes führen. 

Die WHO empfiehlt deswegen sogar den Konsum von zugesetztem Zucker ein Leben lang zu reduzieren. Aber dennoch ist Zucker ein kleiner Glücklichmacher, was die Lebensmittelindustrie gnadenlos ausnutzt und ihn deshalb in allen möglichen Fertigprodukten zusetzt. 

Möchte man auf diese Zusätze verzichten, sollte man auf folgende Bezeichnungen achten: 

  • Glukose
  •  Fruktose
  •  Zucker (Haushaltszucker enthält Glukose und Fruktose im Verhältnis 1:1)
  •  Saccarose, Sucrose sind andere Bezeichnungen für Haushaltszucker
  •  Ahornsirup
  •  Molkepulver
  •  Maissirup
  •  Isoglukose (kann bis zu 90 Prozent Fruchtzucker enthalten) Glukose-Fruktose-Sirup
  •  Laktose, Maltose, Malzextrakt 


Welche Alternativen gibt es? 

Sicher ist, dass künstliche Süßstoffe wie beispielsweise Aspartam oder Cyclamat keine Alternativen darstellen. Diese Art von Süßstoffen helfen nicht bei der Gewichtsreduktion und sind als gesundheitlich bedenklich einzustufen. Bei Schweinen werden Süßstoffe beispielsweise zur Mast eingesetzt. Ihre Auswirkungen auf die Darmflora des Menschen ist mindestens ungeklärt, wird aber oft eher als negativ beschrieben. Wenn es denn also unbedingt mal eine Cola sein muss, sollte man lieber zu der Zucker-Variante statt zum Light Getränk greifen. Noch besser ist, wenn man sich mit sich selbst auf eine Fruchtschorle einigen kann. Reine Fruchtsäfte enthalten auch viel Zucker. Isst man stattdessen das Obst, nimmt man deutlich weniger Zucker auf. 

Anders sieht es bei natürlichen Süßungsmitteln aus.

Stevia ist mittlerweile überall erhältlich und als Süßstoff unbedenklich, kann also als Zuckerersatz verwendet werden. Der eigentümliche Geschmack und die ungewohnte Süße wirkt aber auf so manchen abschreckend. 

Xylit ist ein weiterer Zuckerersatzstoff, der sehr gerne als gute Zuckeralternative angeboten wird. Xylit ist Birkenzucker und somit eigentlich auch ein natürliches Süßungsmittel. Es kann aber auch aus Maiskolbenresten, Stroh, Getreidekleie oder Rückständen aus der Zuckerherstellung gewonnen werden. Leider ist die industrielle Herstellung relativ aufwendig und nicht unbedenklich. Es werden hohe Temperaturen benötigt und Säure oder Natronlauge verwendet, um die Xylose (den Holzzucker) zu extrahieren. Dieser muss dann noch unter Druck zu Xylit umgewandelt werden. Ganz so natürlich ist es also am Ende doch nicht! Ansonsten hat Xylit kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und hat auch deutlich weniger Kalorien als der gewöhnliche Zucker. Ein Hinweis noch für Tierhalter: Für Hunde und Katzen ist Xylit äußerst giftig. Man sollte die Xylit-Kaugummis also gut vor dem Hund des Hauses verstecken.

Honig, Agavendicksaft und Kokosblütenzucker als die besseren Süßungsmittel?
Oft werden in Bioprodukten andere Zucker als der haushaltsübliche weiße Zucker verwendet. Sind die wirklich unbedenklich? Kann man davon mehr verwenden als vom Haushaltszucker? Grundsätzlich ist es so: Zucker ist Zucker! Das heißt auch die Zucker in den natürlichen, nicht raffinierten Zuckerprodukten liefern enorm viel Energie. Nimmt man zu viel davon, wird auch diese Energie vom Körper in Fett angelegt. Auch die Zähne leiden darunter und der Insulinspiegel steigt beim Genuss entsprechend schnell an. Dennoch sind Agavendicksaft & Co. natürliche Produkte, die durch eine mäßige Verarbeitung noch viele andere Stoffe enthalten, die einem Haushaltszucker beim raffinieren entzogen wurden. Honig enthält beispielsweise 24 Zuckerarten, 10 Vitamine, 12 Mineralstoffe und um die 160 Aromastoffe. Und das alles ist natürlich entstanden und sogar regional erhältlich. Kokosblütenzucker ist auch eine gern als gesund beworbene Zuckerform. Dieser Zucker ist oft schonend verarbeitet und nicht raffiniert. Das ist die gute Seite. Die Nachteile anderer Zucker gelten für Kokosblütenzucker natürlich auch. Zucker reduzieren Am Ende gilt es also den Zuckerkonsum bestenfalls auf null herunter zu fahren. Das hört kaum einer gerne. Zucker hat nämlich auch einen gewissen Suchtfaktor. Man kann aber zumindest mal damit anfangen Zucker nur zu gewissen Anlässen zu konsumieren, wie beispielsweise beim Geburtstagkuchen mit der Familie oder die Süßigkeiten ein wenig zu reduzieren. Schafft man das, wird man feststellen, dass viele Dinge, die einem vorher nicht besonders süß erschienen, plötzlich sehr süß sind, wenn man sie eine Zeit lang nicht gegessen hat.

Zugesetzten Zucker einfach mal weg zu lassen ist zum Abnehmen fast schon ein Geheimtipp, denn man kann sich nicht vorstellen, wo überall Zucker drin ist und wie stark sich das auf die Fettdepots auswirkt. Bei Hunger auf etwas Süßes sollte man dann lieber mal auf ein paar wenige Stücke Trockenobst zurück greifen. Dazu noch ein paar ungesalzene Nüsse zum Knabbern und der Heißhunger ist besiegt. Zum Naschen ohne Zuckerzusatz bieten sich auch Energy Balls an. Im Netz findet man zahlreiche Rezepte und gesüßt wird dabei ausschließlich mit Trockenfrüchten.

Zuckerfrei zu leben macht keinen Sinn und zu schaffen ist das auch nicht, weil wir nun mal Zucker als Energielieferant brauchen, aber es macht durchaus Sinn nahezu frei von zugesetztem Zucker zu leben und den Konsum dieses zugesetzten Zuckers zu reduzieren.

Wenn dich dieses Thema näher interessiert oder du noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir.