Spinat als Salat

Grünes Gemüse gegen alle möglichen Zivilisationskrankheiten


Grünes Gemüse, insbesondere grünes Blattgemüse ist voller Nährstoffe, deren Wirkung in ihrer natürlichen Kombination höchst erstaunlich ist. Sie verbessern die Immunfunktion und den Blutkreislauf. Sie reinigen das Blut und regen zur Blutneubildung an. Sie helfen die Darmflora aufzubauen und Entzündungen zu reduzieren, womit sie auch Krebs vorbeugen. Grünes Blattgemüse versorgt den Körper mit Folsäure, Eisen und Magnesium und verbessert die Funktion von Leber, Nieren und Gallenblase. 

Je dunkler das Grün, desto besser! Daher lieber von Eisbergsalat auf einen dunklen oder gar rötlichen Kopfsalat umsteigen und öfter mal einen Spinatsalat in den Speiseplan aufnehmen. Geschmacklich besonders interessant sind Salatmischungen. Kopfsalat mit Spinatsalat oder Feldsalat gemischt, dazu etwas Rucola und am besten viele Kräuter, denn gerade Kräuter aller Art, auch Wildkräuter sind äußerst nährstoffreich und gehören eigentlich jeden Tag auf den Teller. 

Oft werden auch einzelne Gesundheitsziele hervorgehoben, die man mit dem enthaltenen Chlorophyll oder den Vitaminen oder Mineralstoffen erreichen kann. Das ist alles richtig, aber die Gesamtwirkung durch das Zusammenspiel der Nährstoffe ist so viel größer.  Beispielsweise werden grüne Smoothies zur Krebsvor- und -nachsorge empfohlen oder Spinat bei Eisenmangel. Insbesondere die Tatsache, dass Eisenmangel besser mit Spinat als mit dem so oft empfohlenen Rindfleisch behoben werden kann ist interessant. Denn Eisen wird besser mit Vitamin C aufgenommen, das im Fleisch so gut wie gar nicht vorhanden ist. In Spinat ist Vitamin C bereits mit drin. Darüber hinaus enthält Fleisch weniger Eisen als Spinat und bei der Verdauung entstehen Säuren im Körper, die mit Hilfe von Mineralstoffen neutralisiert werden müssen. Spinat wirkt sich dahingegen basisch aus und liefert sogar noch Mineralstoffe. Das alles ohne viel Arbeit in der Zubereitung, nämlich einfach als Salat. Also ein perfektes Gesamtpaket! 

Hier ein paar einfache Rezepte, für alle, die nicht gerne Salat essen und dennoch vom saftigen, gesunden Grün profitieren wollen.

Der grüne Smoothie für Einsteiger


1 Apfel, alternativ eine sehr reife Khaki
2 Handvoll Feldsalat
ca. 150 ml Wasser

Feldsalat waschen und verlesen, den Apfel grob stückeln, und alles in einem Mixer pürieren. 
Gerade Feldsalat macht sich für meinen Geschmack besonders gut als Smoothie und ist etwas für Einsteiger. 
Wer dann darauf aufbauen möchte, fügt dem gleichen Rezept noch eine Karotte (samt Grün) und 1-2 EL Leinöl hinzu. 

Karottenpesto für Neugierige 

Das Grün von 3 Karotten 

1 Knoblauchzehe 

5 geschälte Pekanüsse 

20g Parmesan 

20g Pinienkerne 

Olivenöl (so viel das die Masse geschmeidig, aber nicht zu flüssig ist) 


Die Blätter von den Stengeln des Karottengrün abzupfen. Dann die Knoblauchzehe, den Parmesan, wenn gewünscht auch ein paar geröstete Pinienkerne. Alles im Mixer oder Zerkleinerer vermixen und nach und nach Olivenöl hinzugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Vorsichtig mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. 

Basilikumpesto  - Der Klassiker 

15 g Pinienkerne
1 Stk Knoblauchzehen
2 Bund Basilikum (ca. 30 g)
40 g Parmesankäse
80 ml Olivenöl

Die Blätter von den Stengeln abzupfen. Die Pinienkerne vorsichtig in der Pfanne rösten (dauernd wenden und nicht aus den Augen lassen). Dann die Knoblauchzehe, den Parmesan,  und die gerösteten Pinienkerne so wie das Olivenöl hinzugeben. Alles im Mixer oder Zerkleinerer vermixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Vorsichtig mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. 

Wie das Karottenpesto wird Basilikumpesto am besten zu Dinkelspaghetti oder gar Dinkelvollkornspaghetti gereicht.